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miteinander.leben | Diakonie Himmelsthür | Juni 2017 | Ausgabe 37

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miteinander.leben | Diakonie Himmelsthür | Juni 2017 | Ausgabe 37

Wohnungsnot in Hildesheim

17 Einzimmerwohnungen für Wohnungslose ab Mai

Wohnungslosigkeit und ihre Folgen werden in der Öffentlichkeit häufig unterschätzt. Doch auch in Deutschland gibt es immer mehr Menschen, die aufgrund individueller und ausgeprägter Problemlagen von Wohnungslosigkeit betroffen sind.

So stieg die Zahl der Wohnungslosen Menschen von 248.000 im Jahr 2010 auf zuletzt 335.000 an. Etwa 18.000 leben ohne jegliche Unterkunft direkt auf der Straße. Langzeitarbeitslosigkeit, psychische Probleme, Überschuldung, unverarbeitete Trennungskrisen, gewaltgeprägte Lebensumstände oder Suchterkrankungen sind nur einige der möglichen Ursachen für tiefgreifende Lebenskrisen, die für die Betroffenen den Verlust der Wohnung bedeuten können. Auf gesellschaftlicher Ebene begünstigen verfallende Familienstrukturen, Arbeitsmarktkrisen und Wohnraumverteuerung diese Entwicklung. In einem reichen Land wie Deutschland ist kein Dach über dem Kopf zu haben die extremste Form sozialer Ausgrenzung.

Eine kleine Wohnung für eine Person in Hildesheim zu finden ist nicht so einfach. Singles, Studenten, Menschen mit Assistenzbedarf und auch wohnungslose Menschen sind auf der Suche nach kleinen, günstigen Wohnungen und konkurrieren um das begrenzte Angebot. Angesichts der zunehmenden Spaltung zwischen Arm und Reich und der schrumpfenden Mittelschicht ist davon auszugehen, dass sich dieses Problem in den nächsten Jahren noch verschärfen wird.

Über den zunehmenden Mangel an bezahlbarem Wohnraum berichtete vor einiger Zeit die Hildesheimer Allgemeine Zeitung. Demnach gibt es insbesondere im Bereich des sozialen Wohnungsbaus erheblichen Nachholbedarf.

Für die Klienten der Herberge zur Heimat, also für Menschen die wohnungslos sind, ist es besonders schwierig, passenden und bezahlbaren Wohnraum zu finden. Das Jobcenter zahlt nur einen gewissen Betrag an Kaltmiete  für eine festgelegte Quadratmeterzahl. Und jemand, der „ohne festen Wohnsitz“ ist, bekommt kaum eine Wohnung, da seitens der Vermieter Vorbehalte gegenüber wohnungslosen Menschen bestehen. Dazu kommt häufig noch ein Schufa- Eintrag, mit dem der oder die Wohnungsuchende bei einer Wohnungsbaugesellschaft keinen Mietvertrag bekommt.

Die Herberge zur Heimat bietet seit Jahrzehnten nicht nur Zimmer in der Gartenstraße, sondern auch in der Drispenstedter Straße Zimmer an. Bis vor kurzen standen dort Einzelzimmer mit Gemeinschaftsbädern zur Verfügung. Wie in allen Wohngemeinschaften ist es mit Gemeinschaftsnutzungen und deren Unterhalt und Reinigung nicht so einfach. Zudem waren die Räumlichkeiten in die Jahre gekommen. Aus diesen Gründen wurde die Entscheidung getroffen, das Haus komplett umzubauen und somit 17 Ein-Zimmer- Apartments zur Verfügung stellen zu können. 

Die Leitung der Herberge steht im Austausch mit vielen gesetzlichen Betreuern: „Hier gibt es viele Interessenten. Wir  gehen von einer zügigen Belegung aus.“ Auch die Bewohner der Herberge freuen sich auf das neue Wohnangebot.

Für weitere Informationen und Nachfragen steht Daniela Knoop unter der Nummer: 0152/ 28819851 zur Verfügung.

 

Verfasser: Niklas Lübbing & Daniela Knoop

Kontakt
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Herberge zur Heimat Himmelsthür gGmbH
Gartenstr. 6 - 31141 Hildesheim
Tel: 05121 - 34 757
Mail: info@hzh-hi.de

Spendenkonto

Sparkasse Hildesheim
IBAN:DE17 2595 0130 0034 6311 31

BIC:NOLADE21HIK

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