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Stadtteilanzeiger Ost-Innenstädter | Juni 2014

Stadtteilanzeiger Ost-Innenstädter | Juni 2014

Der Wohnungslosigkeit vorbeugen

"Herberge zur Heimat Himmelsthür" feiert den Wechsel der Trägerschaft mit einem Hoffest

"Ich bin froh, dass die Herberge zur Heimat nun auch wieder eine Herberge gefunden hat", stellte Hildesheims Bürgermeister Ekkehardt Palandt fest. Die Unterkunft für wohnungslose Menschen hat mit der Diakonie Himmelsthür eine neue Trägerin bekommen. Dieser Wechsel wurde mit einem Hoffest gefeiert.
Vor rund 40 Gästen im kleinen Hof der Herberge betonte Palandt, wie wichtig diese Einrichtung in der Oststadt gewesen sei. Gekommen waren neben den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Personal der Herberge auch Vertreter und Vertreterinnen der Diakonie, der Sozialverbände, aus Stadt und Politik - darunter Jürgen Blume, Fachbereichsleiter Soziales und Senioren der Stadt Hildesheim, und die Landtagsabgeordneten Bernd Lynack und Ottmar von Holtz.
Das Haus in der Gartenstraße wurde schon als Herberge zur Heimat gebaut und dient bereits seit 135 Jahren wohnungslosen Männern als Bleibe. "Eigentlich ist der Name ein Widerspruch in sich", erinnerte Pastor Burkhard Schmidt an die wichtigen Aufgaben der Insitution, die über Funktion einer normalen Herberge weit hinausgehen. "Für viele ist es auch Stammsitz und Wohnung, eine Umgebung, in der man sich wohl fühlen kann."
Er dankte seinen Vorstandskollegen des ehemaligen Trägervereins, Dr. Peter Szynka (Evangelischer Fachverband Wohnen und Existenzgründung sowie Diakonisches Werk in Niedersachsen) und dem ehemaligen Hildesheimer Sozialdezernenten Gunther von Hinüber, mit kleinen Geschenken für die langjährige gute Zusammenarbeit. Mit dem Übergang in die Diakonie Himmelsthür im März hat sich der Verein selbst aufgelöst.
"Mit ihrer Arbeit konnte der Wechsel gelingen, Sie haben sich um die Herberge und die Hilfe am Menschen verdient gemacht", sagte Schmidt und verlieh Christine Bernecker das Goldene Kronenkreuz der Diakonie Niedersachsen. Die ehemalige Leiterin hatte den fast zweijährigen Übergangsprozess von Anfang an mit gestaltet.
Ulrich Stoebe, Direktor der Diakonie Himmelsthür, betonte, dass sich nun einiges ändere, die Arbeit der Herberge aber bleibe: "Es ist gut, dass die Herberge Wohnungslosen eine Heimat auf Zeit bieten kann. Deshalb kommt es für uns darauf an, das Angebot der stationären und ambulanten Wohnungslosenhilfe in einer engen Verbindung zu betrachten." Damit werde auch Inklusion möglich, die für alle Menschen gelte, die eine Form der Ausgrenzung erlebten. Die Diakonie werde als Partnerin auch helfen, Konzepte zur Prävention von Wohnungslosigkeit mitzuentwickeln.
"Ich bin sehr zufrieden und dankbar, da uns und mir ganz viel Vertrauen von verschiedenen Partnern entgegengebracht worden ist", sagte Judith Hoffmann, Geschäftsführerin der "Herberge zur Heimat Himmelsthür". "Mit diesem Übergang ist viel gelungen und eien gute Basis geschaffen worden." Und es sei noch reichlich Raum für neue Entwicklungen vorhanden.
Verantwortlich für die gute Organisation der Veranstaltung war die Herbergsleiterin Daniela Knoop. "Das Wetter war natürlich wie bestellt", freute sich Knoop, die zugleich auch die Zukunft im Blick hatte: "Wir sind gerade dabei, in beiden Häusern zu renovieren. Das geht alles Schritt für Schritt voran. Wir sitzen ansonsten aber auch viel mit dem Team zusammen und überlegen: Was brauchen die Wohnungslosen in Hildesheim und wie können wir sie darin unterstützen?"

Quelle: Stadtteilanzeiger Ost-Innenstädter

Kontakt
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Herberge zur Heimat Himmelsthür gGmbH
Gartenstr. 6 - 31141 Hildesheim
Tel: 05121 - 93 59 19 10
Mail: info@herberge-zur-heimat-himmelsthuer.de

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