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Hildesheimer Allgemeine Zeitung | 19. August 2017

Hildesheimer Allgemeine Zeitung | 19. August 2017

Das weiße Haus ist jetzt gelb

Erste Bewohner des Gebäudes der Herberge zur Heimat bekommen symbolischen Schlüssel

Hildesheim. Peter Krüger ist gelernter Koch. Und auch wenn er seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, so kocht er immer noch mit LEidenschaft. JEtzt kann er das wieder jeden Tag tun, denn in seinem kleinen Appartement im "Weißen Haus" gibt es auch eine Kücheneinheit mit Zwei-Platten-Herd und Spüle. Peter Krüger fühlt sich wohl in seiner Unterkunft, findet die ganze Einrichtung prima und hat wieder Hoffnung auf einen Neuanfang.
Er gehört zu den ersten BEwohnern des frisch sanierten, renovierten und gerade neu eröffneten Weißen Hauses in der Drispenstedter Straße, das seit 40 Jahren zur Herberge zur Heimat gehört. Im Gegensatz zur Unterkunft in der Gartenstraße ist hier die Betreuung weniger eng.
Zwar steht im nahen Büro jeden Vormittag ein Ansprechpartner zur Verfügung, um zum Beispiel beim Umgang mit Behörden zu helfen. Aber wer hier wohnt, bereitet sich auf die Rückkehr in ein selbstständiges Leben vor.
Die Räume waren allerdings zuketzt deutlich abgewohnt, die Zimmer sehr einfach und es gab Gemeinschaftsduschen auf dem Flur. Die Herberge zur Heimat, seit 2014 Tochtergesellschaft der Diakonie Himmelsthür, entschied sich daher für eine Komplettsanierung. Auch deshalb, weil aus der Übergangslösung für manche Bewohner ein Zuhause für lange Zeit werden kann, denn ehemalige Wohnungslose finden auf dem ersten Wohnungsmarkt kaum noch eine preiswerte Unterkunft. Das Problem der Wohnungslosigkeit nehme zu, sagte Sozilderernent Malte Spitzer bei der Neueröffnung. Umso mehr begrüße die Stadt das Angebot in der Drispenstedter Straße.
Seit Sepember 2016 seien 789 000 Euro in das Gebäude investiert worden, erklären die Geschäftsführer Daniela Knoop und Timo Rittgerodt. Entstanden sind 17 kleine Apartements, eines davon berrierefrei. Sie sind schlicht und funktional eingerichtet. Jede Wohneinheit verfügt über ein eigenes Bad mit Dusche und eine Pantry-Küche. Letztere konnten dank einer Zuwendung des Rotary-Clubs-Hildesheim-Rosenstock angeschafft werden. Der spendete nicht nur 22 000 Euro, die Mitglieder packten zu  Beginn des Umbaus auch selbst mit an. Seit der Renovierung ist das "Weiße Haus" nicht mehr weiß, sondern in einem frischen Gelb gestichen. Den Namen solle das Gebäude aber behalten, sagte Ulrich Stoebe, Direktor der Diakonie Himmelsthür, bei der Neuerlffnung. Den hätten sich die Bewohner selber überlegt und dabei nicht nur an die Fassadenfarbe gedacht. Schließlich sei das Weiße Haus in Washington Sitz des mächtigsten Mannes der Welt, während die ehemaligen Wohnungslosen sich oft als ohnmächtig und ausgeliefert empfänden. So könnte der Name als Hinweis verstanden werden: "Seht her! Uns gibt es auch."

Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung

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Gartenstr. 6 - 31141 Hildesheim
Tel: 05121 - 93 59 19 10
Mail: info@hzh-himmelsthuer.de

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