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Die Geschichte der Herberge zur Heimat in Hildesheim

Die Geschichte der Herberge zur Heimat in Hildesheim

Auf Anregung von Johann Hinrich Wicherns (1808 - 1881) verbreiteten sich im 19. Jahrhundert die ersten Herbergen zur Heimat, welche unter christlicher Hausordnung standen. Sie wurden aus wohltätigen Spenden eingerichtet und betrieben. Wandergesellen sollten sie eine günstige Unterkunft bieten und sie vor den negativen Einflüssen der Wirtshäuser bewahren.

1854

  • Die erste Herberge zur Heimat wird in Bonn von Professor Clemens Theodor Perthes (1809 - 1867) gegründet. Das Herbergswesen verbreitete sich darauf hin in vielen weiteren Städten.

1879 - 1881

  • Gustav Schwartz, Baumeister der Stadt Hildesheim und Meister der Hannoverschen Architekturschule, erbaut das Haus der Herberge zur Heimat in der Gartenstraße.

1880

  • Der Bürgermeister Gustav Struckmann gründet gemeinsam mit Gustav Schwartz den Herbergsverein „Herberge zur Heimat Hildesheim e.V.“

1881

  • Das Haus in der Gartenstraße 6 wird durch den 1. Herbergsvater in Betrieb genommen.

1886

  • Die evangelischen Herbergsverbände bilden den Deutschen Herbergsverein mit dem Organ „Der Wanderer“. Er ist zugleich das Organ des Zentralvorstandes deutscher Arbeiterkolonien und des Gesamtverbandes deutscher Verpflegungsstationen.

1888 - 1938

  • Diakon Wilhelm Spieckermann und seine Frau übernehmen die Leitung der Herberge und übergeben nach 50 Jahren Dienst im Jahr 1938 die Leitung an das Ehepaar Tute.

1902

  • Es bestehen inzwischen 462 Herbergen zur Heimat in Deutschland. Zudem gibt es 280 Verpflegungsstationen. Insgesamt stehen rund 19.000 Betten zur Verfügung.
  • In diesem Jahr wurden drei Millionen Nachtquartiere in Anspruch genommen.

1930er

  • Die Herberge zur Heimat in Hildesheim dient als Unterkunft für wandernde Arbeitslose auf ihrem Weg von Nord nach Süd, und von Ost nach West.

1938 - 1968

  • Das Ehepaar Tute leitet die Herberge zur Heimat in Hildesheim.
  • Im Dezember 1943 tritt Herr Tute seinen Dienst als Soldat an. Frau Tute leitet den Betrieb in der Herberge allein weiter.
  • Am 22. März 1945 ist Hildesheim das wichtigste Tagesziel der alliierten Bombenflotten. Von 14.00 Uhr bis 14.15 Uhr werfen über 250 Bomber insgesamt 438,8 Tonnen Spreng- und 624 Tonnen Brandbomben ab. 75% aller Gebäude des Stadtzentrums werden bei diesem Angriff zerstört oder beschädigt. Familie Tute ist zum Zeitpunkt des Angriffs nicht im Haus. Es kann nur durch den Einsatz einiger Bewohner gerettet werden, die Brände löschen und geborstene Fenster notdürftig verschließen.
  • Am 26. März flieht Frau Tute mit ihren Kindern zu Verwandten auf das Land.
  • Erst nach Ende des zweiten Weltkrieges kehrt die gesamte Familie (im November 1945) nach Hildesheim zurück und nimmt den Betrieb in der Herberge wieder auf.

1946

  • Viele Flüchtlinge finden ihren Weg in die Herberge zur Heimat in Hildesheim.

1954

  • Bis 1954 ist die Herberge zur Heimat offiziell Unterschlupf und Anlaufstelle für Wandergesellen; danach für Wohnungslose.

1958

  • Der Haupteingang wird verlegt. Das Haus bekommt einen Anbau.

1969

  • Am 10. Juni 1969 verlässt das Ehepaar Tute die Herberge zur Heimat und übergibt die Leitung an Diakon Richard Varchmin.

1974

  • Der Haupteingang wird ein weiteres Mal verlegt. Im Haus werden größere Umbauten vorgenommen.

1980er Jahre

  • Die letzten Herbergseltern verlassen die Herberge. Danach gibt es keinen Betreiber mehr, welcher mit im Haus lebt.

1990

  • Erneut werden größere Innenumbauten im Haus in der Gartenstraße vorgenommen.

2014

  • Der Verein „Herberge zur Heimat Hildesheim e.V.“ begibt sich in die Trägerschaft der Diakonie Himmelsthür und löst sich auf. Die „Herberge zur Heimat Himmelsthür gGmbH“ wird gegründet. Sie ist eine Tochtergesellschaft der Diakonie Himmelsthür.

2015

  • Im März 2015 gewinnt die Herberge zur Heimat eine Projektausschreibung des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung zum Thema "Quartiersentwicklung". Das Projekt "Gast.Haus" ist eines von 15 Gewinnerprojekten aus ca. 240 Bewerbungen.
  • Im April wird der Vorgarten neu gestaltet, zudem wird der Speiseraum renoviert.
  • Im Juli öffnet die Herberge zur Heimat zum ersten Mal ihren Hinterhof für die Verantstaltung "Hinten im Hof".
  • Zum 1200. Stadtjubiläum nehmen Mitarbeiter und Bewohner des Hauses an der Aktion "Urbane Nomaden" von Winfried Baumann teil.
  • Im Oktober startet das Gast.Haus-Projekt mit einer Kick-off Veranstaltung.

2016

  • Im Sommer 2016 startet der Umbau und die Sanierung im Weißen Haus in der Drispenstedter Straße. Es entstehen 17 Einzimmerappartements mit eigenem Bad und eigener Kitchenette.

2017

  • Im August 2017 wird die Wiedereröffnung des Weißen Hauses gefeiert.
  • Auch das Gast.Haus-Projekt findet seinen Abschluss und wird im Oktober 2017 eröffnet.

2018

  • Im Zuge des Gast.Haus-Projektes wird die Idee für die Mitmach.Werkstatt entwickelt. Die Werkstatt wird im Juli eröffnet und steht allen Interessierten immer mittwochs zur Verfügung.
  • Im August öffnet das Haus in der Gartenstraße erneut seine Tore für die Veranstaltung "Hinten im Hof".

2019

  • Am 25. Mai ist internationaler Tag des Nachbarn. Die Herberge nutzt diesen Tag für ein kleines Hoffest mit Freunden und Nachbarn.
Kontakt
Kontakt

Herberge zur Heimat Himmelsthür gGmbH
Gartenstr. 6 - 31141 Hildesheim
Tel: 05121 - 93 59 19 10
Mail: info@hzh-himmelsthuer.de

Spendenkonto

Sparkasse Hildesheim
IBAN:DE17 2595 0130 0034 6311 31

BIC:NOLADE21HIK

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